Bestandsoptimierung bei einem globalen Elektronikunternehmen
Die Wichtigkeit der Produktkategorisierung
Die Probleme der Bestandsverwaltung wurden deutlich, als wir begannen, die Beteiligten zu befragen. Viele der üblichen Anzeichen waren vorhanden: Verspätete Lieferungen, Ausfälle kritischer Produkte, überschüssige Bestände von Ladenhütern, die Kapital binden, und Mitarbeiter, die hinter rückständigen Bestellungen herlaufen.
Nach einer Bestandsaufnahme der Bestandsverwaltungsprozesse und -systeme des Unternehmens konnten wir mehrere Problembereiche ermitteln.
Interessanterweise konnten viele der Probleme auf die fehlende Produktklassifizierung zurückgeführt werden. Das Inventar im ERP-System war sehr vereinfacht, fast ein Einheitsansatz für alle. Infolgedessen hatte unser Kunde keine praktische Möglichkeit, für seine 5.000 Produkte unterschiedliche Bestandsverwaltungsstrategien anzuwenden. Darüber hinaus fehlte dem bestehenden Bestandsverwaltungsmodul die Möglichkeit, optimale Lagerbestände und Auffüllparameter zu bestimmen.
Mit einer Bestandsstrategie, die Artikel mit hoher und niedriger Gewinnspanne gleich behandelte und Service-Level-Vereinbarungen kaum berücksichtigte, diente der Bestand unseres Kunden weder seinen Kunden noch seinen eigenen Geschäftszielen in angemessener Weise.
Eine schnelle Lösung oder ein langfristiger Ansatz?
Um ein gezielteres und geschäftsorientierteres Bestandsmanagement zu ermöglichen, unterstützten wir unseren Kunden bei der Entwicklung eines Rahmens für die Produktklassifizierung. Wir einigten uns auf eine Reihe von Klassifizierungsdimensionen, darunter Bestandskosten, Lieferziele und Gewinnspanne.
Mit Hilfe einer Spezialsoftware eines unserer Partner ordneten wir den jeweiligen Dimensionen jedes Produkts automatisch eine ABC-Klasse zu und ermittelten eine kombinierte Klassifizierung auf Produktebene - wobei A-Produkte ein höheres Serviceniveau erfordern als B- und C-Artikel.
Nach der Fertigstellung optimierten wir mit derselben Software die Sicherheitsbestände sowie die Nachschubmengen und -häufigkeiten auf der Grundlage der neu festgelegten Bestandsklassen.
Der Kunde schätzte die Übung, da sie die Bedeutung der Produktklassifizierung hervorhob und die Vorteile einer automatisierten und gezielteren Bestandsverwaltung aufzeigte.
Optimierung der Bestände
Das Aufzeigen der Notwendigkeit von Veränderungen ist nicht dasselbe wie die Umsetzung dauerhafter Veränderungen - dies ist eine ganz andere Herausforderung und erfordert mehr als nur Einsicht, selbst bei den besten Absichten. Die optimalen Lagerbestände für einen Artikel ändern sich im Laufe der Zeit und im Laufe des Lebenszyklus des Produkts, weshalb ein dynamischer Ansatz für die Bestandsverwaltung von entscheidender Bedeutung ist, um nachhaltige Vorteile zu erzielen.
Um den zukünftigen Erfolg zu sichern, empfahlen wir die Implementierung einer Lösung zur Bestandsoptimierung. In enger Zusammenarbeit mit dem Projektteam des Kunden halfen wir bei der Erstellung einer Liste von Systemanforderungen und eines unterstützenden Business Case, einschließlich einer detaillierten Kosten-Nutzen-Analyse und RoI-Berechnungen.
Das Ergebnis
Das neue Bestandsoptimierungssystem ist jetzt in Betrieb, und die Lösung ermöglicht einen wesentlich dynamischeren Ansatz für die Bestandsverwaltung. Die Möglichkeit, Produkte automatisch (neu) zu klassifizieren, je nachdem, was für das Unternehmen am wichtigsten ist, bedeutet, dass die Planer das Portfolio effektiver und auf einer Ausnahmebasis verwalten können.
Durch die dynamische Optimierung von Sicherheitsbeständen und Bestellmengen, um Nachfrage- und Angebotsschwankungen aufzufangen, kann das Unternehmen nun seine Investitionen in den Lagerbestand minimieren und gleichzeitig die Verpflichtungen gegenüber seinen Kunden einhalten.
Establish ist ein Beratungsunternehmen für Lieferketten, das sich auf Lieferkettenstrategie, 3pl-Management, Lagerdesign und -verbesserung sowie Lieferkettenplanung konzentriert.